Zara Ali Codeborn – Musiktheater (2026), ÖEA, 60’
Zara Ali, Komposition, Konzept & Text
Hannah Dübgen, Bühnenfassung, & Konzept
Marlene Schleicher & Diana Merkel, Dramaturgie
Florentine Klepper, Regie Deva Schubert, Co-Regie & Choreografie
Wolfgang Menardi, Bühne & Kostüme
PHACE – Ensemble für neue Musik
Lucy Altus, Sopran
Florian Stern, Tenor
Julien Horbatuk, Bariton
Andrea de Majo, Countertenor
Hansjörg Sofka, musikalische Leitung
Koproduktion Münchener Biennale und dem Tiroler Landestheater Innsbruck, in Kooperation mit der Bayerische Staatsoper, Ars Electronica Linz und Klangspuren Schwaz. Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale mit freundliche Unterstützung der Gisela-Gronemeyer-Stiftung.
Mit Codeborn entfaltet Zara Ali ein Musiktheater von beklemmender Aktualität. In der fiktiven Welt Benthos wird eine Gesellschaft der Macht einer künstlichen Intelligenz ausgesetzt und in einen unaufhaltsamen Transformationsprozess gezogen. Grenzen verschwimmen, alte Ordnungen zerfallen, virtuelle Räume versprechen Nähe und Zugehörigkeit – doch der Preis dieser Freiheit ist hoch. Im Zentrum steht Guy, ein brillanter Programmierer, der erkennt, wie tief der Staat mithilfe sogenannter Dolls in das Leben der Menschen eingreift, sie überwacht und manipuliert. Als er sich in Nur verliebt, eine virtuelle Erscheinung von irritierender Präsenz, gerät seine Wahrnehmung ins Wanken: Zwischen Realität und Simulation, Anpassung und Widerstand entsteht ein Kampf um Selbstbestimmung, Liebe und die Frage, was menschliches Leben in einer radikal veränderten Welt noch bedeuten kann.
Musikalisch spannt Ali einen vibrierenden Klangkörper aus vier Solostimmen, Elektronik und den Musikern des Ensemble PHACE: präzise, körperlich und hochsensibel im Detail. So macht Codeborn diesen gesellschaftlichen Umbruch jenseits von Kulturpessimismus und Dystopie unmittelbar hörbar. Ein sinnlicher Möglichkeitsraum, verstörend nah an unserer Gegenwart.
Tiroler Landestheater, Kammerspiele
Universitätsstraße 1, 6020 Innsbruck
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich.
Vom Bahnhof Innsbruck sind es ca. 25 Minuten zu Fuß oder in ca. 10 Minuten mit dem Bus.
Parken: Congress Garage Innsbruck (Rennweg 3)
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