Nachthorn

Do. 12.09.
22 Uhr, Innsbruck | Jesuitenkirche

 

LATE NIGHT – ORGEL-CLUBBING

Maxime Denuc Orgel mit Roboter (2022), ÖEA

Kris Verdonck, Lichtdesign
Harry Charlier, Lichttechnik

 

Die Orgel, sagt der in Brüssel lebende Komponist Maxime Denuc, ist der älteste und beste Synthesizer der Welt: Die verschiedenen Register verkörpern unterschiedliche Klänge und Klangfarben, und die Orgel erschafft aus der Kombination der Register eine Klangsynthese. Gleichzeitig stellte die Traktur, also der Weg zwischen Taste, Luft und Pfeife, schon in der Antike ein technisches Meisterstück nicht nur des Instrumentenbaus dar. Denuc fügt der Orgel mit seinem Album Nachthorn (2022) eine weitere Ebene hinzu: Er spielt das Instrument nicht mit den eigenen Händen und Füßen, sondern mittels einer Vorrichtung, die er auf die Tasten des Manuals legt – und diese mit einem Midi-Controller bedient. „Meine Arbeit mit Midi zielt darauf ab, Stücke zu schreiben, die nicht von Menschen gespielt werden könnten“, sagt er dazu in einem Interview – unter anderem hinsichtlich verschiedener Aspekte wie einer unbestechlichen Regelmäßigkeit und Präzision, die nur eine Maschine bewerkstellingen kann. Klanglich verschwimmen die Grenzen zwischen analog und digital erzeugten Sounds, auch rein harmonisch erinnern Denucs Soundgemälde eher an Rave als an Kirche – repetitiv, hypnotisch, soft. „In meiner Arbeit mit Midi habe ich versucht so weit wie möglich von dem wegzukommen, wie Orgelmusik üblicherweise klingt“, sagt er.(HS)    

 

TICKETS

 

Veranstaltungsort
Jesuitenkirche
Karl-Rahner-Platz 2, 6020 Innsbruck
Vom Bahnhof Innsbruck sind es ca. 13 Minuten zu Fuß.
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